BDI Newsfeed

Newsfeeds

BDI Newsfeed

Gute Konjunktur ist kein Anlaß für Selbstzufriedenheit

Der BDI warnt vor negativen politischen Folgen der rund laufenden Konjunktur. „Die gute Wirtschaftslage ist kein Freifahrtschein zum Ausruhen“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf in Berlin. „Unser Erfolg ergibt sich auch aus einem schwachen Eurokurs, einem moderaten Ölpreis und einer expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Das alles sind Faktoren, auf die wir nur sehr bedingt Einfluss haben.“

Von den Bundesparteien forderte Kempf im Wahlkampf konkrete Konzepte, um den Standort Deutschland angesichts globaler Risiken zukunftsfest zu machen. „Die Haushaltsüberschüsse von Bund, Ländern und Gemeinden geben Spielraum, um mehr in die Zukunft und in Bildung zu investieren.“

Für das laufende Jahr rechnet der BDI mit einem Wachstum der realen Wirtschaftsleistung von etwa 1,5 Prozent. „Die deutsche Konjunktur wird endlich wieder einmal vom Motor Außenhandel getrieben“, erklärte Kempf. „Trotz Unsicherheit aus den USA und durch den Brexit: Fundament und Zukunft für ein wirtschaftlich starkes Deutschland bleiben die Weltmärkte.“

Besorgt äußerte sich der BDI-Präsident über den Kurs von US-Präsident Donald Trump. „Ob Einreiseverbote, der Rückzug aus Freihandelsabkommen, die Androhung von Strafzöllen oder die Aufkündigung des Pariser Klimaabkommens: Diese Politik widerspricht allem, was die transatlantische Wertepartnerschaft mit den Vereinigten Staaten bisher ausgezeichnet hat“, kritisierte Kempf.

Von Deutschland und Europa forderte der BDI-Präsident weltweit ein stärkeres Engagement für eine globale Wirtschaftsordnung, die sich durch klare Regeln und Offenheit auszeichnet. Angesichts wachsender chinesischer Investitionen in Deutschland sprach sich Kempf für die Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen in China aus: „China muss Ernst machen mit seiner Marktöffnung. Wir wollen in Deutschland nicht den Marktzugang für andere erschweren. Denn ausländische Investitionen kommen uns allen zugute.“

In den Brexit-Verhandlungen sieht Kempf besonders die britische Regierung in der Verantwortung, den Schaden für Wirtschaft und Bürger auf beiden Seiten des Kanals zu begrenzen. „Premierministerin Theresa May sollte bedenken: Der harte Brexit-Kurs ist abgewählt worden.“ Besonders die britische Wirtschaft werde unter der Trennung leiden.

Für notwendige Reformen in der EU sollten Änderungen der europäischen Verträge kein Tabu sein, unterstrich der BDI-Präsident: „Europa braucht mehr Disziplin bei Reformen und in der Haushaltspolitik sowie stärkere europäische Institutionen. Dazu zählen ein eigener Haushalt für die Eurozone und ein Euro-Finanzminister.“

Der BDI-Präsident empfahl Deutschland und Frankreich, den europäischen Binnenmarkt gemeinsam voranzubringen. „Die starke Unterstützung für Präsident Emmanuel Macron beweist: Man kann mit pro-europäischen Themen punkten. Dieses Momentum müssen wir weitertragen, etwa beim Ausbau des digitalen Binnenmarkts oder eines voll integrierten Energiebinnenmarkts.“ Allein die effektive Vernetzung der Stromversorgung Europas würde jährlich mehr als zwölf Milliarden Euro an Effizienzgewinnen mit sich bringen.

An die Adresse der Bundesparteien gerichtet, sieht der BDI als zentrale Handlungsfelder Steuern, Energie und Digitalisierung. In der Steuerpolitik müsse sich Deutschland dem verschärften internationalen Steuerwettbewerb stellen. Eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung ist notwendig, wie sie in 28 der 35 OECD-Staaten bereits existiert. Statt Steuersenkungen nach dem Gießkannenprinzip forderte der BDI-Präsident Steuerstrukturreformen und eine Drittelung der Rekordsteuereinnahmen. „Unser Vorschlag lautet: ein Drittel der Überschüsse für Investitionen, ein Drittel für Bildung, ein Drittel für Steuerstrukturreformen“, erklärte Kempf.

Notwendig sei eine intensive Diskussion über die zukünftige Finanzierung der Energiewende: „Ein Weitermachen wie bisher beim EEG bringt es nicht. Die Kosten müssen runter.“ Für die Unternehmen der Industrie, von denen 96 Prozent der Unternehmen die EEG-Umlage zahlen, habe die Kostenbelastung höchste Priorität. Eine Absage erteilte der BDI-Präsident Ideen für eine Absenkung der Stromsteuer. Sie „würde verpuffen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken“.

Beim flächendeckenden Ausbau einer leistungsfähigeren Breitbandinfrastruktur findet der BDI-Präsident die Lage besorgniserregend: „Rund zwei Drittel aller Industriearbeitsplätze befinden sich auf dem Land. Dort verfügt nicht einmal jedes dritte Unternehmen über die für sie notwendigen 50 Megabit pro Sekunde.“ Allein eine um ein Prozent schnellere durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit würde das Bruttoinlandsprodukt um knapp zwei Milliarden Euro pro Jahr erhöhen.

BDI Newsfeed

Europa profitiert von deutscher Exportstärke

„Europa profitiert von der deutschen Exportstärke. Internationale Ungleichgewichte lassen sich nicht auf Knopfdruck beseitigen.“ Das sagte Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), am Mittwoch in Berlin anlässlich der Vorstellung des EU-Länderberichts Deutschland.

Deutsche Unternehmen arbeiteten eng über nationale Grenzen hinweg zusammen, erklärte Kempf. „Unser Kontinent ist ein weltweit einzigartiges Produktionsnetzwerk, Deutschland sowohl Export- wie Import-Europameister.“ Jeder Euro mehr Ausfuhren bringe 90 Cent höhere Vorleistungseinfuhren nach Deutschland. Die EU-Länder setzten im vergangenen Jahr Waren im Wert von mehr als 700 Milliarden Euro auf dem deutschen Markt ab.

Angesichts weltwirtschaftlicher Unsicherheit halten sich Kempf zufolge Unternehmen mit Investitionen und eine alternde Bevölkerung mit Konsumausgaben zurück. „In dieser Lage muss die Politik europaweit die Bedingungen für öffentliche und private Investitionen verbessern“, forderte der BDI-Präsident. „Der Schlüssel dazu sind weniger Bürokratie, Vorfahrt für den digitalen und den Energiebinnenmarkt sowie mehr Mittel für Verkehrsinfrastruktur.“

BDI Newsfeed

Digitalisierung im Gesundheitssystem vorantreiben

„Deutschland muss die Versorgungsqualität im Gesundheitssystem erhalten und weiter verbessern, gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Dies gelingt nur, wenn wir die Digitalisierung im Gesundheitssystem intensiv vorantreiben.“ Dies sagte Iris Plöger, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung, am Dienstag in Berlin.  

Die im Auftrag des BDI erstellte Studie „Entwicklung des Gesundheitsnutzens – Veränderung der Krankheitslast von 1993 bis 2013 für ausgewählte Krankheitsbilder“ belegt: Bei den untersuchten Indikationen Brustkrebs, Prostatakrebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes Mellitus Typ II überleben immer mehr Menschen länger trotz ihrer Krankheit. Insgesamt nahm die Krankheitslast in den fünf ausgewählten Indikationen binnen 20 Jahren stetig ab – um rund elf Prozent.  

„In der Digitalisierung im Gesundheitssystem sind wir noch längst nicht da, wo wir sein müssten“, betonte Plöger. Wichtig sei vor allem, Gesundheitsdaten stärker vernetzen und nutzen zu können, um wissenschaftliche Forschung und individualisierte Therapien zu verbessern. Plöger: „Gesundheit braucht Forschung, und Forschung braucht Daten, um den Menschen ein längeres und besseres Leben zu ermöglichen.“ Daten sind der Rohstoff für den medizinisch-technischen Fortschritt sowie für innovative Prozesse und Behandlungsmethoden. Datenanalysen etwa in der Krebstherapie ermöglichen wesentlich präzisere Diagnosen. Sie bieten Patienten eine passgenau auf sie zugeschnittene Behandlung.  

„Die Digitalisierung bietet große Chancen für Prävention, Diagnose und Therapie, die wir viel besser nutzen müssen“, forderte Plöger. Für die digitale Entwicklung und Förderung von Innovationen im Gesundheitssystem braucht es auch ein effektives Zusammenspiel aller Akteure. Diesen wichtigen Prozess will der BDI gestalten und die kommende Legislaturperiode als zentraler und branchenübergreifender Ansprechpartner mit starken Strukturen begleiten. „Wir bilden eine breite Industrieallianz, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Akteure im Gesundheitssystem abzuleiten. Die gemeinsam mit der Politik diskutierte Dialogplattform ‚Digitale Gesundheit‘ kommt daher genau zur richtigen Zeit. Denn nur im offenen und engen Austausch mit Politik und Gesellschaft können wir die Digitalisierung im Gesundheitssystem voranbringen“, unterstrich Plöger.  

Die Studie „Entwicklung des Gesundheitsnutzens“ finden Sie hier.

BDI Newsfeed

Transatlantische Verunsicherung erfordert intensive Zusammenarbeit

„Die neue transatlantische Verunsicherung erfordert eine intensive Zusammenarbeit. Wir wollen unsere Gesprächskanäle vertiefen und ausbauen – erst recht in Zeiten, in denen Abschottung und Nationalismus auf beiden Seiten des Atlantiks Konjunktur haben.” Das sagte der Präsident des BDI, Dieter Kempf, in München. Bei dem BDI-U.S. Congressional Roundtable am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz tauschten sich deutsche Industrievertreter mit hochrangigen Senatoren und Abgeordneten aus den USA aus.  

„Ich bin fest davon überzeugt: Die transatlantische Partnerschaft ist und bleibt eine wichtige Säule für eine starke Wirtschaft, für internationale Sicherheit und für die Gestaltung der Globalisierung”, erklärte Kempf. Die große US-Delegation bei der Sicherheitskonferenz sei ein klares Bekenntnis zu den transatlantischen Beziehungen.  

Die starke deutsche Industrie könne den USA dabei helfen, ihre industrielle Basis wieder zu verstärken. „Die Voraussetzung dafür ist, dass die neue US-Regierung keine neuen Handelsbarrieren errichtet.” Rund 4.700 Unternehmen mit deutscher Beteiligung sind in den USA aktiv. Sie stehen für fast 700.000 Arbeitsplätze vor Ort.  

BDI Newsfeed

Große Familienunternehmen fordern mehr Engagement für eine stabile EU

Priorität einer neuen Bundesregierung muss die Stabilisierung der Europäischen Union sein. Das fordert mehr als jedes zweite große Familienunternehmen in Deutschland (55 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutschen Bank unter den größten Familienunternehmen in Deutschland. Zentrale Sorge der größten Familienunternehmen ist ein Wiederaufkommen der Schuldenkrise (63 Prozent).  

„Die größten Familienunternehmen sind stolz auf Europa, das ein einzigartiges Netzwerk zum gegenseitigen Vorteil ist. Nahezu zwei Drittel der deutschen Exporte geht in die EU-Staaten“, sagte Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des BDI, am Montag in Berlin. „Die EU ist für die Wirtschaft die Lösung, nicht das Problem. Die Stärkung des Wirtschaftsraums Europa muss rasch vorangehen.“  

Trotz zunehmender Unsicherheiten in der Welt bewerten immer mehr große Familienunternehmen die eigenen Aussichten als rosig. Drei Viertel der Befragten schätzen die zukünftige Wirtschaftslage ihres Unternehmens als gut oder sehr gut ein – damit ist dieser Wert das fünfte Jahr in Folge gestiegen (76 Prozent). Im vergangenen Jahr waren es noch rund zwei Drittel der Unternehmen.  

„Die Familienunternehmen in Deutschland haben ihre Hausaufgaben gemacht. Sie sind nicht immun, aber sehr robust aufgestellt gegen die Auswirkungen globaler protektionistischer Maßnahmen“, sagte Stefan Bender, Leiter Firmenkunden bei der Deutschen Bank. So erwarten nahezu alle in die USA exportierenden Unternehmen mindestens eine Seitwärtsbewegung des dort erzielten Umsatzanteils, über ein Drittel sogar einen Anstieg. Nicht einmal jedes zehnte Unternehmen rechnet damit, dass sein Exportanteil in den Vereinigten Staaten sinken wird (sieben Prozent).  

 

Im Auftrag der Deutschen Bank und des BDI hat das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn von März bis Mai 2017 Entscheider von 312 Familienunternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz befragt. Im Durchschnitt machten diese Unternehmen im vergangenen Jahr 307 Millionen Euro Umsatz und beschäftigten 1488 Mitarbeiter. Die Ergebnisse sind Bestandteil der jährlichen Befragung „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“. Die gesamte Studie wird im Juli veröffentlicht.    

BDI Newsfeed

Asien-Pazifik-Ausschuss: China muss Ernst machen mit Marktöffnung

„China muss Ernst machen mit seiner Marktöffnung. Der 20-Punkte-Plan der chinesischen Regierung vom Januar darf nicht nur ein Marketinginstrument bleiben, mit dem sich China einem internationalen Publikum als Promoter offener Märkte in Zeiten eines wachsenden Protektionismus präsentiert. Es ist nun an China, konkrete Vorschläge zur Realisierung des Plan zu liefern, dazu gehören etwa eine einheitliche Umsetzung von Richtlinien und Gesetzen oder die Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen bei öffentlichen Ausschreibungen.“ Das sagte Hubert Lienhard, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA), in Berlin anlässlich des erstmals in Berlin tagenden vierten Deutsch-Chinesischen Beratenden Wirtschaftsausschuss (DCBWA) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Chinas Ministerpräsident Li Keqiang.

„Der deutsche Markt steht ausländischen Investitionen gegenüber weitestgehend offen. Das ist auch gut so, denn ausländische Investitionen kommen uns allen zugute. In China wird diese Offenheit jedoch bisher nicht in gleichem Maße erwidert, diese Asymmetrie ist ein Problem“, sagte Lienhard. Der APA fordert die Gleichbehandlung ausländischer Unternehmen in China. Dazu gehöre unter anderem eine Aufhebung des Joint-Venture-Zwangs in mehreren Branchen. Außerdem würden ausländische Firmen bei der öffentlichen Auftragsvergabe benachteiligt. Auch Protektionismus bei langwierigen Prüfverfahren, Einfuhrquoten oder Kaufpreissubventionen erschwere die Zulassung ausländischer Produkte und Dienstleistungen.    

Über den DCBWA:

Im DCBWA treffen führende deutsche und chinesische Unternehmer zusammen und beraten gemeinsam mit den Regierungschefs Chinas und Deutschlands über die Verbesserung des Marktzugangs in beiden Ländern. Der Ausschuss wurde im August 2012 im Rahmen der zweiten Deutsch-Chinesischen Regierungs­konsultationen beschlossen. Der DCBWA tagte zuletzt im Juni 2016 in Beijing. Die Sitzung des DCBWA am Donnerstag anlässlich des Deutschland-Besuchs von Premierminister Li Keqiang ist die erste in Deutschland.    

Über den APA:

Der Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist das Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft im Dialog mit der Politik in Deutschland und in den asiatisch-pazifischen Partnerländern. Der APA bündelt die asienbezogenen wirtschaftspolitischen Interessen deutscher Unternehmen. Angestrebt werden die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Ländern der Asien-Pazifik-Region und die Förderung von Handel und Investitionen in beide Richtungen.

BDI Newsfeed

Asien-Pazifik-Ausschuss: Deutsche Wirtschaft will Chancen in Indien nutzen

„In Indien machen noch immer mangelnde Rechtssicherheit, eine schwerfällige Verwaltung und fehlende Infrastruktur Unternehmen aus Deutschland die Entscheidung, in den Markt zu investieren, sehr schwer. Dies gilt gerade für kleine und mittelständische Unternehmen. Mit Blick auf Zölle und weitere Handelshemmnisse muss Indien sich stärker öffnen, damit unsere Unternehmen ihr Engagement im Land ausbauen.“ Das sagte Hubert Lienhard, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA), in Berlin anlässlich des Indo-German Business Summit 2017 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem indischen Premierminister Narendra Modi.  

„Die indische Kündigung des bilateralen Investitionsschutzabkommens mit Deutschland schafft Verunsicherung bei deutschen Firmen“, erklärte Lienhard. Dieser Schritt beeinträchtige das Vertrauen deutscher Investoren, da unter anderem Investitionen in Indien nicht mehr über Bundesgarantien für Direktinvestitionen im Ausland abgesichert werden können.  

„Die Verhandlungen zum bilateralen EU-Indien-Freihandelsabkommen müssen schnell wieder aufgenommen werden. Ein Abschluss des Abkommens wäre ein wichtiges Signal an deutsche Investoren“, sagte Lienhard.  

Der indische Premierminister Narendra Modi habe zwar zahlreiche Projekte zur Verschlankung der Verwaltung, zum digitalen Ausbau des Landes oder für bessere Ausbildungssysteme angestoßen. Lienhard: „Die Einführung einer einheitlichen Umsatzsteuer ist vielversprechend und für deutsche Unternehmen ein Investitionsanreiz. Unsere Wirtschaft hofft auf weitere solcher großen Reformen.“  

Indien ist eines der am schnellsten wachsenden Schwellenländer. 2017 und 2018 werden Wachstumsraten in Höhe von 7,4 Prozent beziehungsweise 7,8 Prozent prognostiziert. Der bilaterale Handel zwischen Deutschland und Indien ist auf rund 17 Milliarden Euro im vergangenen Jahr angewachsen. Davon sind knapp zehn Milliarden Euro deutsche Exporte nach Indien. Der Bestand deutscher Investitionen in Indien belief sich Ende 2015 auf knapp 13 Milliarden Euro.

Über den APA:

Der Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist das Sprachrohr der deutschen Asienwirtschaft im Dialog mit der Politik in Deutschland und in den asiatisch-pazifischen Partnerländern. Der APA bündelt die asienbezogenen wirtschaftspolitischen Interessen deutscher Unternehmen. Angestrebt werden die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Ländern der Asien-Pazifik-Region und die Förderung von Handel und Investitionen in beide Richtungen.

BDI Newsfeed

G7-Gipfel muss klares Signal für Freihandel und Klimaschutz senden

„Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten müssen auf ihrem Gipfel ein klares Signal für Freihandel und Klimaschutz senden. Die Wirtschaft braucht mehr als nur einen Minimalkonsens.“ Das sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, anlässlich des G7-Gipfels auf Sizilien. „Kein Land ist eine Insel. Die USA dürfen sich in Sachen Klimaschutz und Freihandel nicht ins Abseits stellen.“  

Die G7-Staaten müssten sich ohne Wenn und Aber für Klimaschutz und die Umsetzung des Pariser Abkommens einsetzen, das inzwischen rund 150 Staaten ratifiziert haben. „Es kommt auf eine gemeinsame schrittweise Einführung von CO2-Preissignalen in den G20-Staaten an“, sagte Kempf. „Ein ehrgeiziger Zeitplan für einen zügigen Ausstieg der Weltgemeinschaft aus der ineffizienten Subventionierung fossiler Energien ist unerlässlich.“  

Kempf forderte die USA auf, sich auf dem Gipfel zum Freihandel zu bekennen: „Wir dürfen eine Trendwende weg vom Freihandel hin zu Abschottung nicht zulassen. Der Welthandel ist kein Nullsummenspiel, bei dem der eine gewinnt und der andere verliert.“ Dieser Einsicht sollte sich Washington nicht entziehen. „Wenn wir zusammenarbeiten, gewinnen alle. Wenn wir gegeneinander arbeiten, kostet das Wohlstand, Jobs und Aufstiegschancen – überall auf der Welt.“ Exporte und Importe addierten sich in Deutschland auf 84 Prozent des Bruttoinlandproduktes, erklärte der BDI-Präsident. „In Deutschland hängt jeder vierte Arbeitsplatz vom Export ab, in der Industrie ist es sogar mehr als jeder zweite.“  

Kempf forderte ein geschlossenes Auftreten der G7-Staaten in Sizilien. „Für den bevorstehenden G20-Gipfel in Hamburg ist Rückenwind notwendig. Diese Chance sollten die Staats- und Regierungschefs unbedingt nutzen.“

BDI Newsfeed

„Die deutsche Industrie wird auch künftig eine verantwortliche Rolle in unserer Gesellschaft ausfüllen“

„Die deutsche Industrie wird auch künftig eine verantwortliche Rolle in unserer Gesellschaft ausfüllen. Dies gilt gerade angesichts vieler politischer Unwägbarkeiten und Ungewissheiten dieser Tage“, sagte Kempf.

Die westliche Welt sei angesichts des neuen US-Präsidenten dabei, sich grundlegend zu verändern. Ein wirtschaftlich isoliertes Amerika hätte erhebliche Auswirkungen auf den weltweiten Handel, erklärte der BDI-Präsident.

„Die Konsequenzen treffen uns Deutsche als führende Export- und Importnation besonders stark. Nur: Vor allem leiden Unternehmen und Verbraucher in den USA selbst. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass unsere amerikanischen Freunde und Verbündeten diese Gefahr rechtzeitig erkennen“, forderte Kempf die rund 400 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf.

Der BDI-Präsident sagte, Gauck habe als Bundespräsident den Deutschen aufgezeigt, „wie wertvoll es ist, in Freiheit zu leben und offen umzugehen mit diversen weltanschaulichen, kulturellen und religiösen Identitäten – und Teil des Friedensprojekts Europäische Union zu sein“. Dagegen sei der Rückzug ins Nationale im 21. Jahrhundert „ein Irrweg“: Er begrenze Menschen, Ideen und Produkt.

BDI Newsfeed

BDI, Germanwatch und MCC vor Petersberger Klimadialog: G20 müssen für Klimaschutz eintreten

Vor dem in Berlin beginnenden Petersberger Klimadialog haben der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), Germanwatch sowie das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gemeinsam die G20-Staaten aufgefordert, klar für Klimaschutz und die Umsetzung des Paris-Abkommens einzutreten. Das Treffen müsse den erforderlichen Rücken­wind für den G20-Gipfel in Hamburg Anfang Juli bringen, forderten der Wirtschaftsverband, die Umweltorganisation und das For­schungsinstitut in Berlin gemeinsam. In Hamburg stünden schwierige Verhandlungen über den klimapolitischen Teil der G20-Ab­schlusserklärung an.  

„Die G20-Staaten müssen in Hamburg den Grundstein für eine schrittweise Einführung eines CO2-Preises in den G20-Staaten legen“, forderte Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer. „Wir unterstützen die deutsche Präsidentschaft in ihrem ehrgeizigen Zeitplan für einen zügigen Ausstieg der Weltgemeinschaft aus der ineffizienten Subventionierung fossiler Energien.“ Die G20-Staaten stehen für rund 66 Prozent der Weltbevölkerung und mehr als 80 Prozent der globalen Wirtschaftskraft und CO2-Emissionen.  

Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, drängte auf ein klares Signal für die Umsetzung des Paris-Abkommens von den G20. „Klare am Paris-Abkommen orientierte Langfristziele, ein stetig steigendes internationales CO2-Preissignal und ausreichend Klimafinanzierung schaffen die Grundlage für die notwendigen Investitionen weltweit. Und sie eröffnen insbesondere den ärmsten und verletzlichsten Menschen und Ländern nachhaltige Zukunftschancen“, erläutert Bals.    

„Um durch das eigene Beispiel zu überzeugen, sollten die G20-Staaten bis Ende 2018, aber definitiv nicht später als 2020 langfristige nationale Klimaschutzpläne vorlegen. Sie sollten zudem ambitionierte und vergleichbare kurzfristige Klimaschutzziele zusagen und damit einen glaubhaften Anteil an der Erfüllung des Paris-Abkommens übernehmen“, empfahl Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator-Instituts MCC.

BDI Newsfeed

G20-Staaten müssen Forschung und Entwicklung fördern

„Die G20-Staaten müssen mehr tun, um Forschung und Entwicklung zu fördern. Nur Gesundheitssysteme, die innovative Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten hervorbringen und gleichzeitig den Zugang zu Gesundheitsleistungen verbessern, leisten einen positiven Beitrag zu Wachstum und Entwicklung”, sagte Jürgen Heraeus, Präsident der Business 20 (B20), dem offiziellen Wirtschaftsdialog der G20, auf der B20-Gesundheitskonferenz in Berlin.  

In den vergangenen fünf Monaten habe die B20-Gesundheitsinitiative Empfehlungen erarbeitet, um die globale Gesundheitsversorgung zu verbessern. „Wollen wir jedoch die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung erfüllen, müssen wir mehr in unsere Gesundheitsversorgung investieren“, erklärte Heraeus einen Tag vor dem Treffen der G20-Gesundheitsminister.  

Eine gesunde Bevölkerung sei unverzichtbar für nachhaltiges und inklusives Wachstum und Entwicklung. Etwa 400 Millionen Menschen in Ländern mit mittleren und niedrigen Einkommen hätten keinen Zugang zu wirksamer und bezahlbarer Gesundheitsversorgung. Der globale Gesundheitssektor stehe beispiellosen Herausforderungen gegenüber: dem Anstieg zahlreicher chronischer Krankheiten (etwa Herzkrankheiten, Schlaganfälle, Krebs oder Diabetes), der zunehmenden Verbreitung von Infektionskrankheiten, antibiotikaresistente Krankheiten und Infektionen sowie der Gefahr von Pandemien.  

“Wenn wir diese Herausforderungen überwinden wollen, müssen wir noch intensiver zusammenarbeiten”, forderte Heraeus von den G20. Durch Forschung und Entwicklung leiste die Industrie einen zentralen Beitrag, um die globalen Herausforderungen im Gesundheitssektor zu bewältigen.  

Eine Zusammenfassung der Empfehlungen finden Sie hier.

Über B20:

Die B20 ist ein integraler Teil des G20-Prozesses und vertritt in diesem die G20-Wirtschaft. Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsempfehlungen, konsolidierte Interessenvertretung und Expertise zu unterstützen. Darüber hinaus fördert die B20 den Dialog von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft auf internationaler Ebene. In der B20 erarbeiten Wirtschaftsvertreter aus der G20 gemeinsame Empfehlungen und themenspezifische Handlungsvorschläge, welche die Bandbreite der G20-Agenda abdecken. Zudem finden B20-Veranstaltungen sowie ein Austausch mit Regierungen und anderen Stakeholdern des G20-Prozesses statt. Wie die G20-Präsidentschaft ist auch die B20-Präsidentschaft ein ganzjähriges Projekt.

BDI Newsfeed

Leidensdruck im Mittelstand steigt

„Die Politik lässt sich von guten Wirtschaftszahlen blenden und erkennt nicht, dass der Leidensdruck im Mittelstand steigt. Es ist ein Alarmsignal, dass die Innovationstätigkeit seit einigen Jahren abnimmt.“ Dies sagte Hans-Toni Junius, Vorsitzender des Mittelstandsausschusses des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), in Berlin.  

Der BDI stellte seine Handlungsempfehlungen Mittelstand und Familienunternehmen vor. Die drei wichtigsten Forderungen aus Sicht des Mittelstands sind eine Investitionsoffensive, die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung und der Abbau bürokratischer Lasten.  

Vor allem gelte es, die Investitionen in die digitale Infrastruktur zu stärken. Im jüngsten Vergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) lag Deutschland beim Glasfaserausbau nur auf Platz 28 von 32. Junius: „Der Mittelstand benötigt für die Digitalisierung wirtschaftspolitische Unterstützung: leistungsfähige Netze, passende Regeln und konkrete Hilfsangebote. Wer das schafft, trägt zu dauerhafter Beschäftigung, sicherem Einkommen und Wohlstand in der Breite bei.“  

Am meisten leide der Mittelstand unter der Regulierungslast. Ziel müsse es sein, die Bürokratie einzudämmen. Die Belastungen etwa aus Umwelt-, Energie-, Steuer- und Sozialgesetzgebung drücken besonders auf mittelständische Unternehmen. „Die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands steigt, wenn bürokratische Lasten sinken. Wer hier anpackt, bringt den Mittelstand spürbar nach vorn und sichert Arbeitsplätze“, erklärte Junius.  

Um die Innovationsfähigkeit des Mittelstands zu verbessern, fordert der BDI eine steuerliche Forschungsförderung. Deutschland sei eines der wenigen europäischen Länder, das auf dieses effektive Instrument der Forschungsförderung verzichte. Der geplante Forschungsbonus für kleine und mittlere Unternehmen sei ein wichtiger Einstieg in eine steuerliche Forschungsförderung, aber eben auch nicht mehr. Es gehe darum, den Standort mit besseren Bedingungen für private Investitionen und der kontinuierlichen Stärkung öffentlicher Investitionen voranzubringen. „Gerade in wirtschaftlich guten Zeiten muss die Politik wieder mehr Wirtschaft wagen, um rechtzeitig die Weichen für künftiges Wachstum und einen wettbewerbsfähigen Mittelstand zu stellen“, betonte Junius.

BDI Newsfeed

Deutscher Innovationspreis für Klima und Umwelt 2017 ausgeschrieben

Das Bundesumweltministerium (BMUB) und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) vergeben den renommierten Innovationspreis für Klima und Umwelt gemeinsam. Auf Grundlage einer wissenschaftlichen Bewertung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung wählt eine hochrangige Jury in fünf Kategorien die innovativsten Projekte des Landes aus. Die Gewinner werden im Rahmen einer Preisverleihung im Februar 2018 geehrt. Jeder Gewinner erhält eine persönliche Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro. Der IKU wird mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.  

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Es sind Menschen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich Neuerungen einfallen lassen, die den Klima- und Umweltschutz praktisch unterstützen. Die originellsten und wirkungsvollsten Ideen wollen wir auszeichnen. Damit zeigen wir auch, dass ambitionierter Umweltschutz und eine innovative Wirtschaft zwei Seiten derselben Medaille sind.“  

„Innovationen sind das Fundament für die Industrie von morgen. Nur so werden Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen. Nur so wird der Standort Deutschland stärker. Produzierende Unternehmen wollen auch im Klima- und Umweltschutz verlässliche Problemlöser bleiben. Der Innovationspreis für Klima und Umwelt unterstreicht, dass Umwelt- und Klimaschutz eine innovative Industrie braucht“, sagt BDI-Präsident Dieter Kempf.  

Bis zum 31. Mai 2017 können deutsche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen ihre Bewerbungen um den IKU 2017 einreichen. Auf der Website des IKU (www.iku-innovationspreis.de) sind die Bewerbungsunterlagen sowie weitere Informationen rund um den Innovationspreis für Klima und Umwelt zu finden. Die Bewerbung ist online, per E-Mail oder postalisch möglich. Zusätzlich steht unter der Hotline 0611 - 580 45 93 11 ein Ansprechpartner für alle Fragen rund um den IKU zur Verfügung.

BDI Newsfeed

NRW-Wahl: Aufruf zu schneller Regierungsbildung

Nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, die Wahlsieger aufgefordert, schnell eine neue Landesregierung zu bilden. „NRW braucht mehr Tempo, um voranzukommen“, sagte Kempf am Montag in Berlin. In NRW lebt ein gutes Fünftel der deutschen Bevölkerung. Im Land werden rund 19 Prozent der bundesweiten industriellen Wertschöpfung erwirtschaftet.  

Die künftige unionsgeführte Regierung in Düsseldorf müsse mehr Wirtschaft wagen. „Die neue Regierung muss die Wachstumskräfte stärken. Wir brauchen eine Investitionsoffensive – für NRW wie für ganz Deutschland“, unterstrich Kempf. Dazu gehörten bessere Bedingungen für private Investitionen und mehr öffentliche Investitionen, etwa in Bildung, Digitalisierung und Verkehr.  

„Viele Experimente in der Bildungs-, Umwelt- und Klimapolitik haben unsere Unternehmen belastet und NRW geschwächt“, erklärte der BDI-Präsident. Er verwies darauf, dass NRW über den Bundesrat etliche Initiativen in diversen Politikbereichen in die Bundespolitik gebracht habe. „Die Wähler haben sich gegen viele unternehmensfeindliche Positionen der alten Landesregierung gewehrt. Es ist gut, dass der SPD-Spitzenkandidat im Bund jetzt ankündigt, sich künftig um eine starke Wirtschaft kümmern zu wollen“, sagte Kempf.

BDI Newsfeed

Zehn Prozent Steuergutschrift für Forschung und Entwicklung gefordert

Der BDI und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) fordern eine steuerliche Forschungsförderung von mindestens zehn Prozent für Forschungs- und Entwicklungskosten. Innerhalb ihres 360-Grad-Checks haben die beiden Verbände insgesamt 60 empirische Studien ausgewertet und belegen hier die positiven Effekte steuerlicher Anreize für Forschung und Entwicklung: Eine Steuergutschrift in Höhe von zehn Prozent der Aufwendungen führt zu einer Ausweitung entsprechender Investitionen von etwa 14 Prozent. Das heißt, jeder für eine Steuergutschrift eingesetzte Euro erzeugt eine zusätzliche private Forschungs- und Entwicklungs-Tätigkeit von 1,25 Euro. Dies sind die zentralen Ergebnisse des 360-Grad-Checks zu steuerlichen Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung, den die Verbände vorstellten.  

„Forschung heute ist das Fundament für die Industrie von morgen. Nur so werden Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen. Nur so wird der Standort Deutschland stärker“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf. „Überschüsse aus Steuermehreinnahmen sind jetzt für systemische Anreize zu nutzen“. Die EU-Kommission empfehle bereits die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung und sogar explizit das Instrument der Steuergutschrift. Die Studie prognostiziert gesamtwirtschaftliche Einkommensgewinne von rund 750 Millionen Euro im Jahr.  

„Die Digitalisierung stellt an Forschung und Entwicklung neue Anforderungen. Darauf muss die Politik reagieren, damit Forschung und Entwicklung auch künftig die zentrale Stellschraube für die Innovationsfähigkeit Deutschlands bleibt“, sagte ZVEI-Präsident Michael Ziesemer. „Wir brauchen dringend einen steuerlichen Rechtsrahmen, der Raum für Neues bietet.“ Das deutsche Steuerrecht sehe keine systematische Förderung von Forschung und Entwicklung vor. Vielmehr enthalte es viele kleinteilige Regelungen, welche die entsprechenden Aktivitäten der Unternehmen behindern oder gar verhindern. Bei den vorgeschlagenen Änderungen profitierten zudem durch sogenannte Spillover-Effekte alle Unternehmen von der Steuergutschrift – nicht nur einzelne Betriebe und Branchen.  

 

Der 360-Grad-Check von BDI und ZVEI analysiert ertragssteuerliche sowie weitere wettbewerbsrelevante Standortfaktoren. Ein Schwerpunkt liegt auf dem internationalen Vergleich von steuerlichen Förderinstrumenten in der EU, weiteren OECD- und BRICS-Staaten. Die Auswertung von über 60 empirischen Studien durch die Universität Mannheim belegt die positiven Effekte inputorientierter steuerlicher Anreize für Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus zeigt der internationale Vergleich, dass die meisten Industriestaaten bereits unterschiedliche Förderinstrumente miteinander kombinieren, um für Unternehmen die bestmöglichen Anreize zu setzen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

BDI Newsfeed

Der Wahlsieg von Emmanuel Macron macht Europa Mut

„Der Wahlsieg Emmanuel Macrons macht Europa Mut. Ich freue mich über einen überzeugten Europäer als neuen Präsidenten Frankreichs. Das sind gute Nachrichten aus unserem Nachbarland.“ Dies sagte Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), zum Ausgang der französischen Präsidentschaftswahlen.  

Macrons wichtigste Aufgabe sei es nun, die Franzosen hinter seinem Reformprogramm zu versammeln. Er könne Frankreich nur wieder auf Wachstumskurs bringen, wenn es ihm gelinge, nach den Parlamentswahlen in einem Monat eine breite Allianz zu bilden.   

Europa müsse den Rückenwind aus Frankreich jetzt nutzen, um wichtige Vorhaben wie die Stärkung des europäischen Binnenmarktes für Energie und Digitalisierung voranzubringen, sagte Kempf. „Für die Zukunft Europas ist es entscheidend, dass der deutsch-französische Motor wieder mit voller Kraft fährt. Paris und Berlin müssen an einem Strang ziehen“, unterstrich der BDI-Präsident.  

„Wir in Deutschland wünschen uns ein starkes Frankreich in Europa“, erklärte Kempf. Deutschland ist Frankreichs wichtigster Handelspartner: Der deutsche Markt ist das französische Exportziel Nummer eins und wichtigstes Lieferland. Für Deutschland ist Frankreich der zweitwichtigste Abnehmer und drittwichtigster Lieferant.

BDI Newsfeed

Siemens-Vorstandsmitglied Roland Busch übernimmt Vorsitz der NMI

Nach der Aufhebung der nuklearbezogenen Sanktionen gegen den Iran hatte sich Russwurm insbesondere um den Wiederaufbau des Iran-Geschäfts der deutschen Wirtschaft verdient gemacht und darüber hinaus die Zusammenarbeit mit der gesamten Region intensiviert. Das weitere Engagement der deutschen Wirtschaft im Iran und der Ausbau des Geschäfts mit den arabischen Ländern an Golf und Mittelmeer werden auch Schwerpunkte für seinen Nachfolger bleiben.

„Die umfangreichen Modernisierungs- und Investitionsprogramme in den arabischen Ländern helfen vor allem den rund 400 Millionen Menschen, die dort leben“, sagte Busch. „Die deutsche Wirtschaft kann vor Ort mit ihrer Erfahrung bei der Ausbildung von Fachkräften und mit innovativen Technologien beispielsweise im Energie-, Verkehrs- und Gesundheitssektor beitragen“, so Busch weiter.  

Mit dem Wechsel tritt erneut ein Siemens-Vertreter an die Spitze der NMI. Busch ist nicht nur Technologievorstand im DAX-Konzern, sondern unter anderem auch für den Nahen und Mittleren Osten sowie die Region der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) verantwortlich.  

Die Wachstumsmärkte in Nordafrika und dem Mittleren Osten bieten große Potenziale für Industrie und Handel. Deutschland war 2016 mit knapp 50 Milliarden Euro der größte europäische Exporteur in diese Region, gefolgt von Frankreich und Italien. Wichtigste Exportdestinationen sind nach wie vor die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien.  

Die Region ist in mehrfacher Hinsicht für deutsche Unternehmen attraktiv. Geschäftschancen bieten sich insbesondere in den energieintensiven Industrien wie der Metallverarbeitung, in der petrochemischen Industrie oder in der Bau- und Wasserwirtschaft. Darüber hinaus können deutsche Unternehmen ihre weltweit hoch angesehene Expertise in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in der Region einbringen. Weitere Möglichkeiten ergeben sich unter anderem durch Forschungskooperationen in Kombination mit einem Transfer von Technologie und Wissen.    

Über die NMI:

Träger der Nordafrika Mittelost Initiative der Deutschen Wirtschaft sind der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) und der Bundesverband deutscher Banken (Bankenverband). Die NMI arbeitet gemeinsam mit 21 Ländern in der Region Mittlerer und Naher Osten sowie Nordafrika, in denen etwa 400 Millionen Einwohner leben. Dies entspricht rund sechs Prozent der Weltbevölkerung.

BDI Newsfeed

B20-Präsident Heraeus: Die G20 braucht mehr Mut, Globalisierung aktiv zu gestalten

„Die Wirtschaftsvertreter der G20-Staaten fordern die G20 auf, mehr Mut zu haben, die Globalisierung aktiv zu gestalten.“ Das sagte Jürgen Heraeus, Präsident des offiziellen Wirtschaftsdialoges Business 20 (B20), anlässlich des B20-Gipfels in Berlin.  

„Globale Herausforderungen brauchen globale Antworten. Nationale Alleingänge führen ins Abseits. Die G20 ist heute wichtiger denn je“, erklärte Heraeus. Die B20 hat in den vergangenen zehn Monaten Empfehlungen für die G20 entwickelt, um die Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Weltwirtschaft zu verbessern. „Wir stehen für offene und regelbasierte Märkte ein. Gleichzeitig müssen wir sicherstellen, dass alle vom Nutzen der Globalisierung profitieren können. Beispielsweise müssen wir mehr in Bildung und lebenslanges Lernen investieren.“ Die B20 bekannte sich zum Pariser Klimaabkommen und sprach sich entschieden gegen Protektionismus aus.  

Das Motto der deutschen G20-Präsidentschaft lautet: Eine vernetzte Welt gestalten. „Nun ist es wichtig, dass die G20 dieses Leitbild beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs Anfang Juli in Hamburg auch tatsächlich in internationale Politik umsetzen“, sagte Heraeus.  

„Wenn wir ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Wirtschaftswachstum sicherstellen wollen, spielt die Wirtschaft eine wichtige Rolle. Wir sind bereit, diese Aufgabe zu übernehmen“, erklärte Heraeus.  

Dazu die Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) sowie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die den B20-Prozess tragen:  

BDI-Präsident Dieter Kempf: „Die deutsche Industrie fordert von den G20-Mitgliedern den Verzicht auf protektionistische Maßnahmen. Der Welthandel ist kein Nullsummenspiel, bei dem einer alles gewinnt und der andere verliert. Wenn wir zusammenarbeiten, gewinnen alle. Wenn wir gegeneinander arbeiten, kostet das Wohlstand, Jobs und Aufstiegschancen – überall auf der Welt.“  

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer: „Faktoren wie der demografische Wandel, die Digitalisierung und eine erhöhte Mobilität verändern die Arbeitswelt schon heute tiefgreifend. Daher ist es für die G20-Mitglieder wichtig, offene, dynamische und integrative Arbeitsmärkte zu fördern.”  

DIHK-Präsident Eric Schweitzer: „Die B20 setzt sich dafür ein, KMUs einen verbesserten Zugang zum globalen Handel sowie zur Finanz- und Digitalinfrastruktur zu verschaffen. Dadurch erhöhen wir Ihre Erfolgschancen im globalen Wettbewerb.“  

Über B20

Die B20 ist ein integraler Teil des G20-Prozesses und vertritt in diesem die G20-Wirtschaft. Aufgabe der B20 ist es, die G20 durch konkrete Handlungsempfehlungen, konsolidierte Interessenvertretung und Expertise zu unterstützen. Darüber hinaus fördert die B20 den Dialog von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft auf internationaler Ebene. In der B20 erarbeiten Wirtschaftsvertreter aus der G20 gemeinsame Empfehlungen und themenspezifische Handlungsvorschläge, welche die Bandbreite der G20-Agenda abdecken. Zudem finden B20-Veranstaltungen sowie ein Austausch mit Regierungen und anderen Stakeholdern des G20-Prozesses statt. Wie die G20-Präsidentschaft ist auch die B20-Präsidentschaft ein ganzjähriges Projekt. Die deutsche B20 hat über 700 Mitglieder aus allen G20-Ländern.

BDI Newsfeed

Industrie erwartet eineinhalb Prozent Wirtschaftswachstum im neuen Jahr

Die deutsche Wirtschaft wird im neuen Jahr nach Einschätzung des BDI um rund eineinhalb Prozent wachsen. „Angesichts der weltpolitischen Unsicherheit, die unsere Wirtschaftsnation besonders gefährdet, ist künftiges Wachstum alles andere als selbstverständlich“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf.

Die weltweite Gesamtlage hält Kempf für unübersichtlicher als in früheren Jahren. Unsicherheiten und Konfliktherde rückten immer näher an die Europäische Union heran. „Was wir für gegeben halten, kann schnell in Gefahr geraten“, warnte der BDI-Präsident. „Deutschland wird sich mehr anstrengen müssen, um seinen bisherigen Wohlstand zu halten. Die Politik muss mehr Wirtschaft wagen.“

Aktuell werden die deutschen Exporte dem BDI zufolge in diesem Jahr um zwei bis drei Prozent zulegen. Die Zahl der Beschäftigten von aktuell 43,5 Millionen werde um bis zu 500.000 steigen, sagte Kempf, der seit Jahresbeginn an der Spitze des BDI steht.

Die Rekordüberschüsse von Bund, Ländern und Gemeinden müssten genutzt werden, um sich für schlechtere Zeiten zu wappnen – und mehr zu investieren. Das sei möglich, ohne Steuern zu erhöhen oder die Gesundung der öffentlichen Haushalte zu vernachlässigen. „Der Schlüssel sind staatliche Vorlaufinvestitionen in unsere Verkehrs-, Energie- und digitalen Netze sowie in die Bildung“, unterstrich der BDI-Präsident. „Nur dann ist mehr Teilhabe am Wachstum machbar.“

Die Einführung der in vielen Industriestaaten bewährten steuerlichen Forschungsförderung würde bestehende Wettbewerbsnachteile ausgleichen. In der Energiewende sei Kosteneffizienz ein Fremdwort und der Stromnetzausbau schleppend. „Dies muss sich ändern. Unsere Unternehmen wollen eine erfolgreiche Energiewende – und zwar eine, die sie zum Exportschlager machen können.“ Auch das Thema gesteuerte Zuwanderung gehöre auf die Tagesordnung.

Die deutsche Wirtschaft werde aufmerksam zuhören, wenn Donald Trump seine Präsidentschaft in den USA skizziere. Mit Blick auf den wichtigsten Handelspartner Deutschlands warnte der BDI-Präsident vor einer Trendwende weg vom Freihandel hin zu Abschottung: „Dies würde der gesamten Weltwirtschaft und insbesondere der exportorientierten deutschen Wirtschaft schaden.“ Jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hänge vom Export ab – in der Industrie sogar jeder zweite.

„‘Make America great again‘ klappt definitiv nicht mit Abschottung“, unterstrich Kempf. Die Unternehmen in den USA seien auf deutsche Ingenieurstechnologie und Zwischenprodukte aus Europa angewiesen. „Die Europäische Kommission muss ihre Gesprächskanäle für ein transatlantisches Freihandelsabkommen offen halten.“ Die deutsche Industrie stehe weiter zu TTIP, bekräftigte der BDI-Präsident.

Zunehmend Sorge bereiten deutschen Industrieunternehmen in China die Eingriffe des Staates, schilderte Kempf. Europäer müssten genauso Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen in China erwerben dürfen wie Chinesen in Deutschland: „Jetzt muss es darum gehen, Mauern in China abzubauen, und nicht darum, Mauern in Deutschland hochzuziehen.“

Die bittere Realität nach dem Brexit-Referendum müsse nun gestaltet werden, forderte Kempf. Die Unsicherheit über den weiteren Prozess sei Gift für die Wirtschaft. Für die Politik in Brüssel und Berlin dürfe es bei den Verhandlungen nur eine Devise geben: Europa zusammenzuhalten und zu stärken. „Für mich ist Europa nicht das Problem, sondern die Lösung.“ Nur gemeinsam werde der Kontinent in der Welt noch erfolgreich sein können, erklärte der BDI-Präsident.

BDI Newsfeed

Tag der Arbeit: Digitalisierung durch mehr Investitionen in Bildung fördern

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, warnte anlässlich des Tags der Arbeit vor rückwärtsgewandter Politik und forderte alle Parteien auf, sich im Wahlkampf stärker mit den Chancen für junge Menschen zu beschäftigen: „Statt Rente mit 63 brauchen wir zielgerichtete Investitionen in Bildung, Aus- und Weiterbildung entlang den Anforderungen der Digitalisierung. Dazu zählen auch flexiblere Beschäftigungsformen, die Arbeitnehmern Vorteile bringen und Arbeitsplätze sicherer machen“, sagte Kempf am Sonntag in Berlin.  

„Die Politik in Bund und Ländern muss sich darauf einstellen, dass die digitale Transformation unsere Arbeitswelt fundamental verändern wird – mit Chancen und Risiken“, erklärte Kempf. „Es ist falsch, wenn die Politik ihre zentralen Rezepte in erster Linie an den Älteren ausrichtet, um deren Teilhabe am Berufsleben wir uns natürlich auch intensiv kümmern müssen. Was uns in Deutschland jedoch vor allem beschäftigen muss, ist die junge Generation. Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen zu verlieren.“ In Deutschland entließen die Schulen im Jahr 2015 rund 48.000 Jugendliche ohne Abschluss in die Berufswelt.  

„Die Vermittlung von digitalen Kompetenzen muss integraler Bestandteil in der Aus-, Fort und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern sein“, forderte Kempf. Auf allen Stufen des deutschen Bildungssystems bestehe erheblicher Verbesserungsbedarf.  

Gleichzeitig sollten nach Ansicht des BDI für Menschen im Alter mehr Anreize geschaffen werden, länger zu arbeiten – und nicht früher in Rente zu gehen. Dem deutschen Arbeitsmarkt werden 2030 voraussichtlich bis zu sechs Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter fehlen.  

„Je mehr Menschen mit 63 Jahren in Rente gehen, desto größer wird der Fachkräftemangel insbesondere im Mittelstand. Es ist kontraproduktiv, dass die Politik den Fachkräftemangel sogar verschärft, statt dafür zu sorgen, dass unsere Volkswirtschaft auch morgen noch leistungsfähig ist“, kritisierte der BDI-Präsident. Seit 2014 wurden Anträge von rund 700.000 Versicherten auf die neue abschlagsfreie Rente mit 63 bewilligt.        

Seiten