Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Rüstungsindustrie (Sicherheits- und Verteidigungsindustrie)

Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist eine der innovativsten Industriebranchen Deutschlands. Das ist ein Ergebnis der heute in Düsseldorf vorgestellten WifOR-Studie „Der Ökonomische Fußabdruck der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI)“, die im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e.V. (BDSV) erstellt wurde. Laut dieser haben rund 91 Prozent der Unternehmen der SVI seit dem Jahr 2012 Innovationen und innovative Produkte geschaffen.

Laut der Studie wurde in der SVI im Jahr 2014 eine direkte Bruttowertschöpfung in Höhe von 12,2 Mrd. Euro generiert. Bei Berücksichtigung der indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekte in Höhe von 16,2 Mrd. Euro ergibt sich durch die engen Verflechtungen der SVI mit der Gesamtwirtschaft sogar eine Bruttowertschöpfung von insgesamt rund 28,4 Mrd. Euro.

Auch die beschäftigungspolitische Bedeutung der SVI ist in dem Untersuchungszeitraum - verglichen mit einer ersten WifOR-Studie im Jahr 2012 - gestiegen. Im Jahr 2014 beschäftigte die SVI direkt ca. 135.700 Erwerbstätige. Neben den direkten Erwerbstätigen sind im selben Jahr zusätzlich 173.300 Arbeitsplätze in den Vorleistungsindustrien zu verzeichnen.

Darüber hinaus liegt das durchschnittliche jährliche Arbeitnehmerentgelt pro Erwerbstätigem mit rund 57.000 Euro um fast 62 Prozent über dem gesamtwirtschaftlichen Niveau. „Die SVI schafft nicht nur neue überdurchschnittlich bezahlte Arbeitsplätze in Deutschland, sondern beschäftigt darüber hinaus hochqualifizierte Fachleute im Bereich der nationalen Spitzentechnologien“, erläutert Georg Wilhelm Adamowitsch, Hauptgeschäftsführer des BDSV. Ein Beweis hierfür ist das Ergebnis der Studie, wonach jeder achte Beschäftigte der SVI mit Forschung und Entwicklung (FuE) befasst ist.

                            Direkte Beschäftigte   

                            Beschäftigte Induziert

„Mit der Studie liegen valide Kennzahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung der gesamten Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Deutschland auf Grundlage amtlicher, vergleichbarer und fortschreibbarer Daten vor“, sagt BDSV-Hauptgeschäftsführer Adamowitsch. Die Untersuchungsmethode von WifOR wird von der Bundesregierung seit vielen Jahren zur Untersuchung von Industriebranchen angewendet.

Weiter zum Thema die deutsche Sicherheits- und Verteidiungsindustrie als Innovationsmotor.