Beschäftigung in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Beschäftigung in der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (Rüstungsindustrie)

Die Studie des Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR ergab, dass die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) im Jahr 2011 annähernd 98.000 Erwerbstätige in Deutschland beschäftigte. Darüber hinaus schafft die Arbeit der SVI weitere 218.640 Arbeitsplätze, zum Beispiel bei Zulieferfirmen und Dienstleistern.  

Beschäftigung in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

 Die SVI schafft neue Arbeitsplätze

Das durchschnittliche jährliche Beschäftigungswachstum in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beläuft sich auf 4,1 Prozent (2005 - 2011). Die Beschäftigung in der deutschen Volkswirtschaft wuchs im gleichen Zeitraum nur um 0,9 Prozent. Somit wuchs die Beschäftigung in der SVI mehr als viermal so stark wie in der Gesamtwirtschaft. Sie trägt somit zur Stabilisierung des deutschen Arbeitsmarktes bei.

Beschäftigung in Forschung und Entwicklung

Die Spitzenposition der deutschen Rüstungsindustrie (SVI) kann nur durch erhebliche finanzielle und personelle Anstrengungen erhalten werden. Aus diesem Grund beschäftigt die deutsche SVI Wissenschaftler und Forscher unterschiedlichster Fachrichtungen. Insgesamt  war laut Umfrage im Jahr 2011 jeder zehnte Mitarbeiter der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie für Forschung und Entwicklung eingestellt.

Gute Arbeit, die sich lohnt

Die Rüstungsindustrie beschäftigt viele überdurchschnittlich qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Dies spiegelt sich auch in deren Einkommen und Produktivität wieder: so wurde in der SVI ein durchschnittliches Pro-Kopf-Einkommen von knapp 61.000 Euro erzielt. Im Jahresvergleich (2005 - 2010) lagen die Einkommen in der SVI um durchschnittlich 36 Prozent über denen des Verarbeitenden Gewerbes und um 79 Prozent über denen der Gesamtwirtschaft. Ebenso zeugt die Arbeitsproduktivität von der hohen Leistung der Mitarbeiter: die durchschnittliche Arbeitsproduktivität in der deutschen SVI (das ist die Wertschöpfung pro Arbeitnehmer pro Jahr) belief sich auf ca. 82.100 Euro und übertraf damit die durchschnittliche Arbeitsproduktivität in Deutschland um 28.500 Euro.