• Glossar

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    Sicherheit

    Ein Zustand, in dem sich Individuen, Gruppen oder Staaten nicht von ernsten Risiken oder Gefahren bedroht sehen.

    Sicherheitsdividende

    Die positiven Wirkungen von Sicherheit, die über den ökonomischen Nutzen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie hinausgehen, können als die Sicherheitsdividende bezeichnet werden: Sicherheit in ihren vielen Facetten findet einen positiven Niederschlag im öffentlichen und privaten Leben und kann sich in wirtschaftlicher Zuversicht, Investitionsfreude und Erfindergeist, Zustimmung zur demokratischen Ordnung und Vertrauen in die staatlichen Organe ausdrücken. Diese als Sicherheitsdividende bezeichneten Effekte, die sich (noch) nicht ökonometrisch abbilden lassen, werden durch staatliche und private Sicherheitsakteure wie Polizei, Feuer-wehren oder Sicherheitsdienstleister und in zunehmendem Maß von Unternehmen, beispielsweise Betreibern Kritischer Infrastrukturen, unter Verwendung sicherheitsdienlicher Güter erarbeitet.

    Sicherheit als genuine Staatsaufgabe, nachgerade als die Legitimation des Staates im Sinne seiner gesellschaftsvertraglichen Prämisse, kann nur ein Staat leisten, der vollumfänglich souverän ist. Voraussetzung dieser Souveränität ist, dass der Staat über die notwendigen Mittel und Instrumente zur Erzeugung innerer und äußerer Sicherheit verfügt.

     

    Smart Defence

    Auf ihrem Gipfel in Chicago haben die Staats- und Regierungschefs der NATO im Mai 2012 eine politische Erklärung verabschiedet, in der Smart Defence als neuer Ansatz zur Entwicklung und Bereitstellung militärischer Fähigkeiten bezeichnet wird.

    Der Ansatz bzw. das Konzept Smart Defence soll  durch eine Lastenverteilung und eine Koordination der militärischen Fähigkeiten mehr Effizienz bei niedrigerem Kostenaufwand ermöglichen.

    Souveränität

    Unter dem Begriff Souveränität (frz. souveraineté, aus lat. superanus, „darüber befindlich, überlegen“) versteht man in der Politikwissenschaft die Eigenschaft einer Institution (Staat), innerhalb eines politischen Ordnungsrahmens einziger Ausgangspunkt der gesamten Staatsgewalt zu sein. In seiner Schrift „Sechs Bücher über den Staat“ definiert Jean Bodin (1529/1530–1596) den Begriff Souveränität als die höchste Letztentscheidungsbefugnis im Staat.

    Voraussetzung dieser Souveränität ist, dass der Staat über die notwendigen Mittel und Instrumente zur Erzeugung innerer und äußerer Sicherheit verfügt.

     

    Spillover

    Von Spillover wird in unterschiedlichen Zusammenhängen gesprochen, im ökonomischen Kontext, wenn ein Übertragungs- oder Ausstrahleffekt beobachtet wird. Als ökonomische Ausstrahleffekte können die indirekten und induzierten Wirkungen eines Anfangsimpulses bezeichnet werden. Im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung können Spillover-Effekte beobachtet werden, die sich auch als Wissensdiffusion beschreiben lassen. Die Berechnung der inkorporierten FuE ist eine Möglichkeit, den Wissens-Spillover zwischen Branchen oder Unternehmen zu quantifizieren (siehe Stichwort „Inkorporierte FuE).

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