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    Maritime Sicherheit

    Unter dem Begriff „Maritime Sicherheit“ wird eine Vielzahl von sicherheitspolitischen Fragestellungen zusammengefasst, die einen Bezug zur See haben. Dazu zählen beispielsweise folgende Themen:

    1)      Piraterie und maritimer Terrorismus als Gefahr für die Seeschifffahrt und den Seehandel

    2)      der Schutz maritimer Infrastrukturen - beispielsweise von Offshore-Windkraftanlagen, Ölförderanalgen, Unterseekabeln der Telekommunikation - vor willentlicher oder unfallbedingter Beschädigung

    3)      die Sicherung vor Hafenanlagen, beispielsweise vor illegalen Gefahrenguttransporten per Container

    4)      Schwierigkeiten in Bezug auf die Seenotrettungen bei Großschadenslagen – beispielsweise entstehen durch immer größere Handels- und Passagierschiffe neue Probleme im Fall von Havarien

    5)      die Auswirkungen politischer Konflikte auf den Seehandel, beispielsweise durch Blockaden von Seestraßen oder wichtigen Häfen

    6)      die Auswirkungen von Umwelt- oder Naturkatastrophen oder dem Klimawandel allgemein auf die Nutzbarkeit bestimmter Wasserstraßen oder das Betreiben maritimer Infrastrukturen.

    Als Betreiber der größten Containerflotte und drittgrößten Handelsflotte der Welt hat Deutschland ein herausragendes Interesse an sicheren Seehandelswegen und Hafenanlagen. Zusätzlich hängt jedoch auch die Versorgungssicherheit beinahe jeden Staates weltweit indirekt von der Gewährleistung von maritimer Sicherheit ab, da der weit überwiegende Teil des globalen Welthandels über See abgewickelt wird. Verschiedene militärische Einsätze weltweit – beispielsweise die EU-Operation Atalanta vor Somalia, oder die NATO Operationen Active Endeavour im Mittelmeer und Ocean Shield im Golf von Aden – helfen daher, die Sicherheit auf See zu gewährleisten.

    Massenvernichtungswaffen

    Als Massenvernichtungswaffen (Weapons of Mass Destruction - WMD) werden Waffen mit großer Zerstörungskraft und/oder großer Flächenwirkung bezeichnet. Im Allgemeinen werden nukleare, biologische, chemische und radiologische Waffen als Massenvernichtungswaffen bezeichnet, die von unterschiedlichen Trägersystemen abgefeuert werden können.

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