BDSV Agenda 2016

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbands der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e. V. (BDSV) beschloss am 12. November 2015 die Agenda 2016.

 

Der BDSV wird sich im Jahr 2016 weiterhin dem Dialog mit der Bundesregierung und allen gesellschaftlichen Gruppen stellen. Dabei werden in 2016 folgende inhaltliche Schwerpunkte gesetzt:

 
  • Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie versteht sich als Teil der nationalen Sicherheitsvorsorge. Für den gesellschaftspolitischen Diskurs erscheint es für die Zukunft wichtig zu verdeutlichen, dass die Bundeswehr und die deutsche SVI über das gemeinsame Produkt Sicherheit partnerschaftlich einen Beitrag zur Handlungsfähigkeit und Souveränität Deutschlands leisten.
 
  • Für den Erhalt der definierten nationalen Schlüsselkompetenzen ist es erforderlich, ein klares Verständnis für die industriepolitischen Konsequenzen dieser Festlegung zu entwickeln.  Hierfür ist ein strukturierter und transparenter Dialog zwischen der deutsche SVI und der Bundesregierung notwendig. Diesen Dialog wird der BDSV aktiv einfordern.
 
  • Die Vorteile einer europäischen Rüstungsbeschaffung sind nur dann realisierbar, wenn ein Level-Playing-Field in Europa besteht. Dazu sind gleiche Wettbewerbsbedingungen, harmonisierte Vorschriften, Normen und einheitliche Rüstungsexportbedingungen notwendig. Bis dahin führt die einseitige Anwendung des europäischen Vergaberechts zu einer Wettbewerbsverzerrung und gefährdet den Erhalt industrieller Kompetenzen. Der BDSV wird dazu Vorschläge erarbeiten, die geeignet sind, mit der Bundesregierung gemeinsame Schlussfolgerungen zu entwickeln.
 
  • Investitionen in Forschung und Entwicklung sichern zukünftige technologische und militärische Fähigkeiten. Die erneute Kürzung von F&T-Mitteln im EP14 hat auch eine gefährliche Signalwirkung für die deutsche SVI und gefährdet mittelfristig die Technologieführerschaft Deutschlands. Der BDSV wird sich mit Nachdruck für eine Umkehr dieses Trends einsetzen. 
 
  • Das geplante europäische Verteidigungsforschungsrahmenprogramm eröffnet neue Chancen für die deutsche Industrie. Dazu sind abgestimmte Positionen zwischen dem BDSV und der Bundesregierung notwendig. Der BDSV wird entsprechende Vorschläge erarbeiten.
 

Unsere Branche befindet sich im Wandel. Neue Technologien und die veränderten Aufgaben der Bundeswehr fordern von unseren Unternehmen hochinnovative Lösungen und Flexibilität. Die im BDSV organisierten Unternehmen werden auch in 2016 den Beweis erbringen, dass sie sich diesen Herausforderungen erfolgreich stellen und somit auch in Zukunft einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit und den Wohlstand der Bundesrepublik Deutschland leisten.